World of Warships 5 Min. Lesezeit

Closed Test 15.9 #2: Neun Schiffe erhalten Balanceänderungen

New Jersey erhält stärkere Unterstützung, Aragón bessere Artillerie und Ōta eine kürzere Nachladezeit. Honolulu verliert Feuerkraft und Nebelreserven. Dazu kommen Buffs für fünf europäische Kreuzer – angekündigt für Update 15.10.

Titelbild zu Closed Test 15.9 #2 mit der Überschrift „Neun Schiffe erhalten Balanceänderungen“ über mondbeschienener See mit grünen Leuchtspuren.

Wargaming kündigt in „Closed Test 15.9 #2“ Änderungen an neun Schiffen an. New Jersey ⚓, Aragón ⚓ und Ōta ⚓ erhalten Verbesserungen, während Honolulu ⚓ Feuerkraft und Nebelreserven verliert. Fünf Schiffe der kommenden europäischen Kreuzerlinie werden ebenfalls angepasst.

Wirksam werden sollen die Änderungen mit Update 15.10. Die Versionsnummer im Titel der Testmeldung bedeutet also nicht, dass diese Werte bereits auf dem Liveserver gelten. Die Schiffe und ihre Eigenschaften bleiben vorläufig.

Die zweite Liste ergänzt unseren gestrigen Balancebericht

Die erste Änderungsrunde vom 22. Oktober haben wir in unserem Balancebericht vom 28. Oktober aufgearbeitet. Die neue Liste betrifft neun weitere Schiffe und setzt diese Chronologie fort.

Dabei lohnt die Unterscheidung zwischen neuen Zahlen, früheren Schiffsprofilen und bloßen Testclient-Funden. Die älteren Beiträge zeigen den damaligen Stand; die neue Liste ergänzt sie um die jetzt angekündigten Änderungen.

New Jersey: Stärkere Unterstützung, längere Wirkung

Das amerikanische Stufe-X-Schlachtschiff bekommt gleich mehrere Verbesserungen seiner Unterstützungsverbrauchsmaterialien. Die deutschen Namen entsprechen den Spielbegriffen; die englischen Bezeichnungen stehen zur Zuordnung dabei.

Verbrauchsmaterial und Eigenschaft Bisher Neu
Assistenz für Geschützmannschaft (Gun Crew Assistance): Nachladebonus der Hauptartillerie 12 % 20 %
Wirkungsdauer 30 s 50 s
Assistenz für Hilfs- und Torpedobewaffnung (Auxiliary and Torpedo Armament Assistance): Torpedonachladebonus 12 % 25 %
Wirkungsdauer 30 s 50 s
Assistenz für Ingenieursmannschaft (Engineering Crew Assistance): maximale TP-Wiederherstellung 10 % 14 %

Die Wirkung auf New Jersey selbst bleibt bei 50 Prozent der jeweiligen Unterstützungsstärke. Beim Nachladebonus der Hauptartillerie steigt der eigene Vorteil damit beispielsweise von 6 auf 10 Prozent. Die Tabelle beschreibt also nicht durchgehend die volle Eigenwirkung des Schlachtschiffs.

Unsere Einordnung der Testclient-Funde vom 16. Oktober behandelte dagegen eine mögliche anfängliche Vorbereitungszeit von 90 Sekunden. Diese Zahl betrifft den ersten Einsatz der Fähigkeiten, nicht ihre Wirkungsdauer. Die neue Liste behandelt diese Vorbereitungszeit nicht; daraus folgt weder eine Bestätigung noch eine Rücknahme des damaligen Fundes.

Unsere Einordnung

Mehr Stärke und längere Wirkungsfenster werten vor allem die Unterstützungsrolle auf. Interessant dürfte werden, die Fähigkeiten so einzusetzen, dass Verbündete ihre zusätzliche Feuerkraft möglichst lange nutzen können. Die halbe Eigenwirkung bleibt dabei ein wichtiger Unterschied zu einem reinen Selbstbuff.

Aragón: Bessere Grundgenauigkeit und stärkere Granaten

Der spanische Stufe-IX-Kreuzer erhält Verbesserungen für seine sechs 305-mm-Geschütze. Sein Konzept mit zwei Feuermodi haben wir bereits im Aragón-Abschnitt unseres Beitrags vom 25. Oktober vorgestellt.

Eigenschaft Bisher Neu
Sigma 2,05 2,2
Maximaler HE-Granatenschaden 4.300 4.500
HE-Brandwahrscheinlichkeit 27 % 34 %
Maximaler AP-Granatenschaden 8.200 8.600
Streuungsbonus im alternativen Feuermodus 32 % 27 %

Die Brandwahrscheinlichkeit steigt um sieben Prozentpunkte. Zugleich soll der höhere Sigma-Wert eine günstigere Granatenverteilung ermöglichen.

Der kleinere Streuungsbonus im alternativen Modus gehört in diesen Zusammenhang: Wargaming begründet die Anpassung mit dem höheren Sigma-Wert. Die Änderung von 32 auf 27 Prozent allein beschreibt deshalb nicht die gesamte Genauigkeitsänderung dieses Modus.

Unsere Einordnung

Die Verbesserungen passen zu beiden Aufgaben, die wir zuvor beschrieben haben: kontinuierlicher HE-Beschuss und gezielte AP-Salven auf günstige Ziele. Wie stark sich die neue Grundgenauigkeit und der angepasste Spezialmodus insgesamt auswirken, lässt sich aus einer einzelnen Prozentzahl aber nicht ablesen. Auch eine höhere Brandchance garantiert keinen Brand bei jedem Treffer.

Ōta: 3,7 Sekunden Nachladezeit, Motorboost neu abgestimmt

Beim japanischen Stufe-IX-Kreuzer sinkt die Nachladezeit der Hauptbatterie von 4,0 auf 3,7 Sekunden. Bei unveränderten übrigen Parametern entspricht das rechnerisch rund 8,1 Prozent mehr möglicher Feuerrate.

Die Kombination aus zwölf 100-mm-Geschützen, Beweglichkeit und Abgasnebel kennen wir aus unserer ersten Vorstellung von Ōta und den weiteren 15.9-Testschiffen. Die kürzere Nachladezeit stärkt den Artillerieteil dieses Konzepts.

Beim Motorboost wird gleichzeitig das Beschleunigungsverhalten auf die üblichen Werte des Verbrauchsmaterials zurückgesetzt. Der Bonus auf die Höchstgeschwindigkeit bleibt unverändert. Wie groß der Unterschied beim Beschleunigen tatsächlich ausfällt, ist ohne die vorherigen Einzelparameter nicht bezifferbar.

Für uns ist damit die zusätzliche Feuerkraft klar; die Änderung am Bewegungsverhalten muss gesondert betrachtet werden. Mehr Höchstgeschwindigkeit wird mit dieser Meldung nicht angekündigt.

Honolulu: Weniger Feuerkraft und weniger Nebelreserven

Beim amerikanischen Stufe-VII-Kreuzer geht die Entwicklung in die andere Richtung:

Eigenschaft Bisher Neu
Nachladezeit der Hauptbatterie 10,0 s 10,5 s
Ladungen des Nebelerzeugers 3 2
Haltbarkeit der Nebelwolken 121 s 101 s

Durch die längere Nachladezeit sinkt die theoretische Feuerrate um rund 4,8 Prozent. Dazu verliert Honolulu eine von drei Nebelladungen, und die Nebelwolken bleiben 20 Sekunden kürzer bestehen.

Der Abgleich mit unserem ausführlichen Honolulu-Profil vom 8. September ist hier wichtig: Dort stehen 30 Sekunden Aktionszeit des Nebelerzeugers neben 121 Sekunden Rauchdauer. Die jetzt genannten 121 auf 101 Sekunden betreffen die Haltbarkeit des Nebels; sie sind nicht mit der Ausstoßzeit des Verbrauchsmaterials gleichzusetzen.

Für einen Kreuzer, der sein Verbrauchsmaterialpaket zum Absichern vorgeschobener Positionen nutzt, zählt nicht nur die verlorene Artillerieleistung. Weniger Ladungen und kürzer haltender Nebel verringern auch den Spielraum für wiederholte Positionswechsel. Die verbleibenden Einsätze verlangen entsprechend mehr Planung.

Fünf europäische Kreuzer: Buffs von Dragon bis Tirfing

Die Anpassungen verteilen sich über mehrere Stufen des kommenden Forschungszweigs:

Schiff Stufe Angekündigte Änderungen
Dragon ⚓ IV Hauptbatterie-Nachladezeit 4,6 → 4,2 s
Kralj Petar I ⚓ V Hauptbatterie-Nachladezeit 5,6 → 5,2 s; maximaler Torpedoschaden 7.533 → 7.900
Tre Kronor ⚓ VI Hauptbatterie-Nachladezeit 6,3 → 6,0 s; maximaler Torpedoschaden 7.533 → 7.900
Hel ⚓ VII Maximaler Torpedoschaden 10.700 → 11.200; Standardtorpedos 7.533 → 7.900
Tirfing ⚓ IX Maximaler Torpedoschaden 10.700 → 11.200; Ruderstellzeit 9,8 → 7,9 s, beim Standardrumpf 13,7 → 11,0 s

Wie bereits bei der ersten Änderungsrunde werden bei den Torpedos weitere Parameter entsprechend angepasst. Zusätzliche Einzelwerte werden dafür nicht separat genannt.

Dragon, Kralj Petar I und Tre Kronor können mit ihren Geschützen etwas häufiger nachlegen. Die Torpedoverbesserungen reichen bis Tirfing, die außerdem schneller auf Ruderbefehle reagieren soll. Das ergänzt die auf Tarnung, Torpedos und Mobilität ausgerichtete Spielidee aus unserer früheren Tirfing-und-Kriti-Analyse.

Die Werte betreffen die Entwicklung der Schiffe. Welche Schiffe im Vorabzugang wie erhältlich sein sollen, ist eine andere Frage; dazu findet ihr die bisherige Planung in unserem Eventpass- und Vorabzugangsüberblick. Diese Balancemeldung ist keine Ankündigung der regulären Freischaltung des gesamten Forschungszweigs.

Fazit

Die zweite Änderungsliste setzt klare Schwerpunkte: stärkere Teamunterstützung für New Jersey, bessere Artillerie für Aragón und Ōta sowie zusätzliche offensive Möglichkeiten für mehrere europäische Kreuzer. Honolulu muss dagegen sowohl beim Schießen als auch beim Nebeleinsatz mit weniger Spielraum auskommen.

Zusammen mit unserem gestrigen Bericht ergibt sich eine nachvollziehbare Entwicklung der Testschiffe. Entscheidend bleibt der angekündigte Zeitpunkt: Die neuen Werte sollen mit Update 15.10 wirksam werden.

Quellen

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