World of Warships 4 Min. Lesezeit

Update 15.9: Akagi, Ōta, Honolulu und Rodina im Test

Der Closed Test für Update 15.9 bringt sechs neue Schiffe. Besonders Akagi mit ihrem Staffelwechsel und Ōta mit zwölf schnell feuernden 100-mm-Geschützen fallen mit ungewöhnlichen Konzepten auf.

Der japanische Tier-IX-Kreuzer Ōta aus dem Closed Test für World of Warships Update 15.9.

Der neue Closed-Test-Beitrag für Update 15.9 bringt gleich sechs neue Schiffe ins Spiel. Für den kommenden europäischen Kreuzerbaum werden zunächst Dragon auf Tier IV und Kralj Petar I auf Tier V getestet.

Deutlich spannender sind allerdings die vier höherstufigen Neuzugänge: Honolulu auf Tier VII, Akagi auf Tier VIII, Ōta auf Tier IX und Rodina auf Tier X.

Wichtig wie immer bei solchen Ankündigungen: Sämtliche Werte befinden sich noch in Arbeit und können sich während der Tests ändern.

Akagi: Zwei Arten von Staffeln statt derselben Angriffsschleife

Die Akagi dürfte unter den Neuzugängen eines der interessantesten Konzepte mitbringen.

Der japanische Tier-VIII-Flugzeugträger kombiniert normale Torpedo- und HE-Skip-Bomber mit taktischen Torpedo- und HE-Sturzbomberstaffeln.

Akagi Träger

Dabei erfüllen die beiden Staffeltypen unterschiedliche Rollen. Die taktischen Staffeln bringen das höhere Schadenspotenzial mit, verfügen dafür aber über vergleichsweise geringe Flugzeug-HP.

Die normalen Staffeln sind robuster einsetzbar, werden jedoch durch kleine Reserven und eine langsame Regeneration begrenzt.

Damit scheint Wargaming bewusst einen Träger zu testen, bei dem das eigentliche Staffelmanagement stärker in den Vordergrund rückt. Statt permanent dieselbe Angriffsschleife zu fahren, dürfte es darauf ankommen, die unterschiedlichen Staffeltypen sinnvoll miteinander zu verzahnen.

Wenn dieses Konzept die Tests weitgehend übersteht, könnte Akagi gerade für CV-Spieler interessant werden, die etwas mehr Entscheidungstiefe zwischen den einzelnen Angriffswellen wollen.

Ōta: Zwölf 100-mm-Geschütze mit vier Sekunden Reload

Noch schräger wird es bei der Ōta.

Der japanische Tier-IX-Kreuzer bekommt zwölf 100-mm-Geschütze mit vier Sekunden Nachladezeit. Die HE-Granaten verfügen über 30 mm Grunddurchschlag und die mögliche DPM bewegt sich damit ungefähr in Regionen, die man eher mit einer Kitakaze verbindet.

Ōta auf Tier IX

Dazu kommen ein verbesserter Engine Boost, Exhaust Smoke und Submarine Surveillance.

Auf Hydro muss Ōta dagegen verzichten.

Das ergibt auf dem Papier einen aggressiven Flankenkreuzer, der aus seinem Smoke heraus ausgesprochen unangenehm werden könnte. Gleichzeitig dürfte die geringe Haltbarkeit dafür sorgen, dass schlechte Positionierung ziemlich konsequent bestraft wird.

Gerade die Kombination aus Smoke, Mobilität und dieser Feuerrate dürfte während des Tests einer der Punkte sein, bei denen Wargaming sehr genau auf die tatsächliche Gefechtsleistung schauen muss.

Honolulu: Helena mit mehr Werkzeugen

Die Honolulu geht auf Tier VII einen deutlich konventionelleren Weg.

Mit 15 × 152-mm-Geschützen erinnert die Grundidee zunächst stark an Helena. Honolulu bezahlt allerdings mit geringerer Reichweite und weniger DPM.

Akagi Träger

Dafür erhält sie ein deutlich umfangreicheres Verbrauchsmaterialpaket mit Smoke, Hydro und Repair Party sowie eine gute Tarnung.

Damit wirkt sie weniger wie ein reiner Artilleriekreuzer und stärker wie eine vorsichtigere, flexiblere Helena-Variante.

Gerade an Caps, Inselpositionen und in Situationen, in denen ein eigener Smoke den Rückzug oder eine zusätzliche Feuerposition ermöglicht, könnte sich das wesentlich komfortabler spielen.

Rodina und die neuen europäischen Kreuzer

Mit Rodina auf Tier X befindet sich außerdem ein weiterer hochstufiger Premium-Neuzugang im Test.

Parallel dazu wächst der kommende europäische Kreuzerbaum weiter. Dragon auf Tier IV und Kralj Petar I auf Tier V ergänzen die bereits bekannten Testschiffe der Linie.

Rodina auf Tier X

Damit wird Update 15.9 für den Closed Test ungewöhnlich umfangreich. Interessant ist dabei weniger die reine Zahl neuer Schiffe als die Bandbreite der getesteten Konzepte.

Vor allem Akagi und Ōta wirken nicht wie bloße Varianten bereits vorhandener Schiffe, sondern sollen über ihre Mechaniken tatsächlich eine eigene Spielweise bekommen.

Kill Counter für die neuen Black-Friday-Schiffe

Neben den neuen Testschiffen wird für Update 15.9 noch ein kleines, aber ziemlich gelungenes Feature ausprobiert: ein Kill Counter auf den permanenten Black-Friday-Tarnungen der vier neuen B-Schiffe.

Der Zähler sitzt sichtbar auf dem Schiff und erfasst die eigenen Abschüsse.

Die Kills werden dabei getrennt nach Random, Ranked und Co-op gezählt. Der Counter soll sich sogar während des laufenden Gefechts aktualisieren.

Wer darauf keine Lust hat, kann die Anzeige über die Tarnungsoptionen deaktivieren.

Getestet wird das Feature auf Hornet B, Incheon B, Victoria B und Flandre B.

Das gibt den schwarzen Varianten zumindest etwas mehr Eigenständigkeit, statt lediglich dieselben Schiffe noch einmal schwarz anzumalen und erneut ins Schaufenster zu stellen.

Fazit

Akagi und Ōta sind aktuell die beiden Schiffe, die man aus diesem Test im Auge behalten sollte.

Akagis Mischung aus normalen und taktischen Staffeln könnte endlich wieder einen CV hervorbringen, bei dem die Wahl und Rotation der Staffeln einen größeren Teil des eigentlichen Gameplays ausmacht.

Ōta ist mit ihren zwölf schnell feuernden 100-mm-Geschützen, Exhaust Smoke und verbessertem Engine Boost dagegen ein Kandidat für ausgesprochen unangenehme Flankenpositionen. Gerade für Ranked und kleinere Competitive-Formate könnte das interessant werden, sofern die Kombination aus Smoke und DPM während der Tests nicht noch deutlich zurechtgestutzt wird.

Bei allen sechs Schiffen gilt allerdings: Closed Test bedeutet Work in Progress. Ressourcen oder Käufe sollte man auf Basis dieser Werte noch nicht planen.

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