Where Winds Meet 3 Min. Lesezeit

Where Winds Meet: Bamboocut bekommt Tiefe und Patch 2.1 räumt Bugs weg

Neue Patch-Fixes beseitigen mehrere Probleme in Reflection Temple und bei Belohnungen, während ein neuer Dev Letter endlich erklärt, wie Bamboocut – Draught wirklich gespielt werden soll.

Kämpfer mit Gauntlets und Dual Blades im Stil von Where Winds Meet.

Bei Where Winds Meet gab es in den letzten beiden Tagen gleich zwei kleinere, aber durchaus interessante Updates. Einerseits wurden mit einem neuen Patch mehrere nervige Fehler aus Version 2.1 beseitigt. Andererseits erklärt Everstone in einem neuen Dev Letter endlich genauer, wie der neue Kampfstil Bamboocut – Draught eigentlich gedacht ist.

Und gerade der zweite Punkt macht den neuen Path deutlich interessanter, als es nach der ersten Ankündigung aussah.

Patch 2.1 räumt mehrere nervige Fehler weg

Mit den aktuellen Bugfixes wurden unter anderem mehrere Probleme behoben, bei denen Belohnungen oder Questfortschritt schlicht nicht richtig funktioniert haben.

Beim Bounty Order konnte es vorkommen, dass Publisher-Rewards nach einer Energy Challenge nicht abgeholt werden konnten. Auch bei Cloudtop Ascent waren Fortschrittsbelohnungen unter bestimmten Umständen blockiert.

Zwei Fixes betreffen außerdem direkt den Reflection Temple. Dort konnte zum einen der Cuju-Ball nicht an den entsprechenden NPC übergeben werden. Zum anderen erschien der Schatten eines Charakters nach dem Tod teilweise nicht erneut.

Auch kleinere Probleme beim Homestead-Bau, bei Accessoires und bei einer Animation der Skystrike Gauntlets wurden korrigiert.

Wer bei einem dieser Inhalte festhing, sollte es also jetzt einfach noch einmal versuchen.

Bamboocut – Draught ist mehr als nur Drunken Master

Deutlich interessanter ist allerdings der neue Dev Letter zu Bamboocut – Draught.

Der Path kombiniert Skystrike Gauntlets mit Riven Twinblades und baut komplett auf einem gemeinsamen System rund um Drunkenness auf.

Während des Kampfes sammelt man durch Trinken sogenannte Binge Points und bewegt sich dadurch durch verschiedene Stufen von Inebriate. Je betrunkener der Charakter wird, desto stärker verändern sich einzelne Angriffe und Fähigkeiten.

Das klingt erstmal herrlich bescheuert.

Mechanisch steckt aber tatsächlich ein ziemlich klares System dahinter.

Gauntlets für Nahkampf und Täuschung

Die Skystrike Gauntlets setzen stärker auf Nahkampf, überraschende Bewegungen und das Ausnutzen der verschiedenen Drunkenness-Stufen.

Bereits im Zustand Tipsy bewegt sich der Charakter bewusst taumelnd und unberechenbar. Mit Nightwick kann man sich sogar mitten im Kampf zu Boden werfen und aus dieser Position unterschiedlich reagieren.

Das Ganze soll Gegner weniger durch rohe Geschwindigkeit und mehr durch schwer lesbare Bewegungen aus dem Rhythmus bringen.

Bei hoher Drunkenness verschiebt sich der Stil dann zunehmend Richtung Burst-Schaden.

Riven Twinblades machen daraus Dauerfeuer

Die Riven Twinblades gehen deutlich direkter vor.

Mit Boundvessel startet eine schnelle Folge von Treffern, bei der Angriffstempo und Stärke mit erfolgreichen Treffern weiter ansteigen.

Noch interessanter wird Hero's Blood.

Im normalen Zustand dashen wir durch Gegner und hinterlassen Blade Energy. Im höchsten Deepdaze-Zustand werden daraus acht aufeinanderfolgende Energiewellen mit einem abschließenden Dash.

Spätestens hier wird deutlich, dass Bamboocut nicht einfach zwei neue Waffenfähigkeiten nebeneinanderlegt.

Die beiden Stile sollen tatsächlich miteinander rotieren.

So soll Bamboocut gespielt werden

Everstone beschreibt den eigentlichen Ablauf inzwischen ziemlich eindeutig.

Mit den Dual Blades schließen wir zunächst die Distanz und bauen Binge Points auf.

Danach wechseln wir auf die Gauntlets, kämpfen im Nahbereich weiter und treiben die Drunkenness möglichst weit nach oben.

Auf hoher Stufe folgt der große Gauntlet-Burst.

Anschließend geht es zurück auf die Dual Blades, die den aufgebauten Zustand für schnelle verstärkte Combos nutzen.

Sinkt die Drunkenness wieder, beginnt der Kreislauf von vorne.

Damit bekommt Bamboocut tatsächlich eine richtige Rotation:

Dual Blades → Binge Points aufbauen → Gauntlets → Drunkenness steigern → Burst → zurück auf Dual Blades.

Das ist deutlich interessanter als ein Kampfstil, bei dem wir einfach nur möglichst oft auf dieselben drei Knöpfe hämmern.

Fazit

Die Bugfixes sind unspektakulär, aber sinnvoll. Vor allem Spieler, die bei Reflection Temple, Bounty Order oder Cloudtop Ascent festhingen, sollten die entsprechenden Inhalte noch einmal ausprobieren.

Spannender ist aber eindeutig Bamboocut – Draught.

Der neue Dev Letter macht klar, dass hinter dem Drunken-Master-Gag ein echtes Ressourcen- und Rotationssystem steckt. Gauntlets und Dual Blades sollen sich gegenseitig ergänzen und nicht einfach unabhängig voneinander gespielt werden.

Wer den Path nach dem ersten kurzen Ausprobieren bereits als albernen Betrunkenen-Build abgehakt hat, sollte ihm deshalb vielleicht noch eine zweite Runde geben.

Im Zweifel einfach weitertrinken. Zumindest diesmal ist es tatsächlich Teil der Spielmechanik.

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