Mit Bamboocut – Draught ist seit einigen Tagen ein neuer Kampfstil in Where Winds Meet live. Die erste Ankündigung klang bereits nach klassischem Drunken Master. Der neue Dev Letter vom 7. September macht jetzt aber deutlich, dass hinter dem Stil mehr steckt als ein paar schwankende Animationen und ein Krug Wein.
Der komplette Path verbindet Skystrike Gauntlets und Riven Twinblades über eine gemeinsame Ressource: Drunkenness. Wer die beiden Waffen einfach unabhängig voneinander spielt, lässt damit einen guten Teil der eigentlichen Mechanik liegen.
Trinken ist hier tatsächlich Teil der Rotation
Das zentrale System heißt Binge. Während des Kampfes werden Binge Points aufgebaut, wodurch verschiedene Inebriate-Zustände erreicht werden.
Je stärker der Charakter betrunken ist, desto mehr verändern sich Bewegungen und Angriffe. Das Ganze soll nicht nur einen temporären Bonus liefern, sondern den Kampfrhythmus des gesamten Paths bestimmen.
Die Grundidee ist ziemlich einfach:
kämpfen → Binge aufbauen → stärker betrunken werden → Burst auslösen → wieder von vorne.
Das klingt zunächst nach einer weiteren Ressourcenleiste. Interessant wird es aber dadurch, dass beide Waffen unterschiedliche Aufgaben innerhalb dieses Kreislaufs übernehmen.
Skystrike Gauntlets: stolpern, täuschen, zuschlagen
Die Skystrike Gauntlets bilden den Nahkampf- und Täuschungsteil des Builds.
Im Zustand Inebriate – Tipsy verändert sich die Bewegung des Charakters. Er wirkt unsicher und taumelnd, kann daraus aber plötzlich Distanz schließen und mit schnellen Schlägen und Tritten angreifen.
Mit Nightwick geht das Konzept noch weiter. Der Charakter wirft sich zu Boden und wechselt in den Zustand Tipsylay. Von dort kann je nach Situation entweder direkt wieder hochgesprungen und die gegnerische Verteidigung gebrochen oder mit tiefen Tritten weitergekämpft werden.
Mit zunehmender Trunkenheit bis Inebriate – Deepdaze wird aus dem eher täuschenden Stil schließlich deutlich direkterer Burst.
Das Ganze sieht also nicht nur nach Drunken Master aus. Die scheinbar unkontrollierten Bewegungen sind tatsächlich Bestandteil der Mechanik.
Riven Twinblades: Geschwindigkeit statt Täuschung
Die Riven Twinblades nutzen dieselbe Trunkenheit anders.
Während die Gauntlets mit unberechenbaren Bewegungen spielen, gehen die Twinblades wesentlich direkter nach vorne. Der aufgeladene schwere Angriff Boundvessel startet eine schnelle Serie von Treffern, deren Tempo und Stärke mit erfolgreichen Angriffen weiter anwachsen.
Noch interessanter ist Hero's Blood. Normalerweise stürmt der Charakter nach vorne und hinterlässt dabei Klingenenergie.
Im Zustand Inebriate – Deepdaze eskaliert das Ganze: Dann werden acht aufeinanderfolgende Wellen aus Klingenenergie ausgelöst, bevor ein letzter Dash die aufgebauten Binge Points und die Trunkenheit in einem großen Abschlussangriff verbraucht.
Spätestens an dieser Stelle wird klar, warum Bamboocut nicht als zwei getrennte Martial Arts gedacht ist.
So soll Bamboocut – Draught gespielt werden
Der Dev Letter beschreibt die gewünschte Rotation erstaunlich konkret.
Zunächst werden die Riven Twinblades genutzt, um Distanz zu schließen und schnell Binge Points aufzubauen. Danach wechselt man auf die Skystrike Gauntlets, bleibt im Nahkampf und treibt die Trunkenheit weiter nach oben.
Auf hoher Trunkenheitsstufe folgt der große Gauntlet-Burst. Direkt danach geht es zurück auf die Twinblades, um den noch aktiven Zustand mit schnellen verstärkten Angriffen auszunutzen.
Wenn die Trunkenheit wieder sinkt, beginnt der Kreislauf erneut.
Kurz gesagt:
Twinblades → Binge aufbauen → Gauntlets → Trunkenheit steigern → Burst → zurück zu Twinblades.
Damit ist Bamboocut deutlich interessanter als ein normaler Waffenwechsel nach Cooldown. Beide Martial Arts hängen über dieselbe Ressource tatsächlich voneinander ab.
Heute startet außerdem Treasure-Laden Return
Parallel dazu beginnt am 9. September das Event Treasure-Laden Return und läuft bis zum 23. September.
Das Prinzip ist angenehm unspektakulär: innerhalb des Eventzeitraums an sieben Tagen zurückkehren und die täglichen Belohnungen einsammeln. Am siebten Tag gibt es das animierte Accessoire Little Xiaoba.
Man muss also nicht zwei Wochen lang jeden Tag antreten. Sieben Logins innerhalb des Zeitfensters reichen.
Wer ohnehin gerade Bamboocut ausprobiert, kann das praktisch nebenbei erledigen.
Fazit
Bamboocut – Draught ist deutlich mehr als ein optisch lustiger Drunken-Master-Stil.
Die interessante Idee steckt in der gemeinsamen Trunkenheitsmechanik: Twinblades bauen Momentum und Binge auf, Gauntlets treiben den Zustand weiter und liefern den Burst, anschließend übernehmen wieder die Twinblades.
Ob daraus am Ende ein wirklich starker Meta-Build wird, ist eine andere Frage. Als Kampfsystem wirkt der Path aber schon jetzt wesentlich eigenständiger als ein simples „zwei neue Waffen, viel Alkohol, fertig“.
Und falls die Rotation nicht funktioniert, kann man immerhin behaupten, der Charakter sei schuld. Der war schließlich betrunken.