Mit Pacific Front bekommt World of Warships in Update 15.9 einen Modus, der deutlich stärker auf Planung und Ressourcenmanagement setzt als klassische Unternehmen.
Wargaming hat inzwischen genauer erklärt, wie die einzelnen Operations aufgebaut sind, was mit beschädigten Einheiten zwischen den Gefechten passiert und welche Rolle Fleet Supplies und Modifikatoren spielen.
Damit lässt sich das Grundprinzip inzwischen wesentlich besser einschätzen: Pacific Front besteht nicht einfach aus einer Reihe voneinander unabhängiger Gefechte. Ihr führt eure Flotte durch eine komplette Operation und müsst dabei entscheiden, welche Kämpfe ihr eingeht, welche Einheiten ihr einsetzt und wofür ihr eure begrenzten Ressourcen ausgebt.
Am Ende des Belohnungspfads wartet außerdem der amerikanische Tier-VI-Premiumzerstörer Monaghan ⚓.
Wichtig bleibt allerdings: Pacific Front gehört weiterhin zu Update 15.9 und befindet sich noch in Entwicklung. Die vorgestellten Mechaniken sind Work in Progress und können sich bis zur Veröffentlichung noch ändern.
Eine Operation besteht aus mehreren Gefechten
Pacific Front wird nicht als Sammlung einzelner, voneinander unabhängiger Szenarien aufgebaut.
Stattdessen spielt ihr komplette Operations, die wiederum aus mehreren Stages und sogenannten Key Points bestehen.
Dabei muss nicht zwangsläufig jedes verfügbare Gefecht abgeschlossen werden. Wer allerdings sämtliche Kämpfe einer Operation erfolgreich erledigt, bekommt über den sogenannten Perfect Completion Bonus zusätzliche Belohnungen.
Damit entsteht bereits die erste interessante Entscheidung.
Ein schneller Weg zum Hauptziel kann weniger Risiko bedeuten. Wer dagegen versucht, wirklich alles mitzunehmen, kann zusätzliche Belohnungen einsammeln, setzt dabei aber auch seine Flotte länger Gefahren aus.
Gerade weil Schäden innerhalb einer Operation nicht einfach verschwinden, dürfte „noch schnell ein Gefecht mitnehmen“ gelegentlich eine erstaunlich teure Idee werden.
Schäden bleiben innerhalb der Operation bestehen
Einer der wichtigsten Unterschiede zu normalen Unternehmen ist das Schadenssystem.
Die eingesetzten Einheiten starten nicht automatisch jedes neue Gefecht wieder vollständig repariert. Erlittener Schaden bleibt innerhalb derselben Operation bestehen.
Jede Einheit besitzt dabei drei Lebenssegmente.
Wird eine Einheit vollständig ausgeschaltet beziehungsweise verliert sämtliche Segmente, steht sie für den restlichen Verlauf dieser Operation nicht mehr zur Verfügung.
Damit bekommt die Auswahl der eingesetzten Schiffe deutlich mehr Gewicht.
Es geht nicht nur darum, ein einzelnes Gefecht irgendwie zu gewinnen. Wer dafür eine wichtige Einheit fast vollständig opfert, kann sich damit gleichzeitig die nächsten Stages erheblich erschweren.
Pacific Front dürfte deshalb vor allem Spieler belohnen, die nicht nur auf das aktuelle Gefecht schauen, sondern bereits ein oder zwei Schritte weiterdenken.
Fleet Supplies sind gleichzeitig Verstärkung und Investition
Eine zentrale Ressource innerhalb von Pacific Front sind die Fleet Supplies.
Sie können unter anderem dafür verwendet werden, neue Einheiten für die eigene Flotte zu bekommen.
Dabei kauft ihr allerdings nicht einfach ein bestimmtes Schiff aus einem festen Katalog. Stattdessen stehen jeweils drei zufällig ausgewählte Einheiten zur Auswahl.
Gleichzeitig werden Fleet Supplies auch für gewöhnliche Modifikatoren benötigt.
Damit konkurrieren zwei unterschiedliche Verbesserungen direkt um dieselbe Ressource:
- zusätzliche beziehungsweise neue Einheiten
- Verbesserungen für die vorhandene Flotte
Wer jeden verfügbaren Supply-Punkt sofort in neue Schiffe steckt, kann also später bei wichtigen Modifikatoren knapp dastehen. Umgekehrt bringt die beste Verbesserung wenig, wenn die eigene Flotte bereits halb auseinanderfällt.
Das dürfte einer der Punkte werden, an denen sich gute und schlechte Runs ziemlich schnell voneinander unterscheiden.
Seltene Modifikatoren müssen erspielt werden
Nicht sämtliche Modifikatoren lassen sich einfach über Fleet Supplies kaufen.
Seltene Modifikatoren gibt es stattdessen als Gefechtsbelohnungen beziehungsweise über den Belohnungspfad.
Damit entsteht neben dem reinen Fortschritt noch eine zweite Ebene.
Normale Verbesserungen können gezielt gekauft werden. Stärkere beziehungsweise seltenere Varianten müssen dagegen tatsächlich erspielt werden.
Wie stark einzelne Modifikatoren am Ende ausfallen und welche Kombinationen besonders sinnvoll werden, dürfte sich erst im praktischen Spielbetrieb zeigen.
Gerade während des Tests sollte man deshalb noch vorsichtig damit sein, bereits irgendwelche vermeintlich optimalen Builds auszurufen. Dafür ist das System schlicht noch zu frisch.
Am Ende wartet ein Primary Target
Jede Operation führt schließlich zu einem Primary Target.
Das ist das eigentliche Hauptziel des jeweiligen Runs.
Für erfolgreich abgeschlossene Operations gibt es Progress Tokens, mit denen der separate Belohnungspfad vorangetrieben wird.
Damit besitzt Pacific Front neben dem eigentlichen Gameplay eine ziemlich klare langfristige Progression.
Interessant wird vor allem, wie viele vollständige Operations beziehungsweise erfolgreiche Runs tatsächlich nötig sein werden, um den Belohnungspfad komplett abzuschließen.
Denn ganz am Ende wartet ein durchaus handfester Grund, sich mit dem Modus etwas länger zu beschäftigen.
Monaghan ist die Hauptbelohnung
Als Abschlussbelohnung des Pacific-Front-Fortschrittspfads ist die amerikanische Monaghan vorgesehen.
Der Tier-VI-Premiumzerstörer ist damit nicht einfach irgendein zusätzlicher Container oder eine Handvoll ökonomischer Boni, sondern ein komplettes Premiumschiff.
Für Spieler, denen Monaghan noch im Hafen fehlt, bekommt Pacific Front dadurch automatisch einen deutlich konkreteren Anreiz.
Entscheidend wird allerdings sein, wie aufwendig der vollständige Fortschritt tatsächlich ausfällt.
Die reine Tatsache, dass ein Premiumschiff am Ende wartet, sagt noch wenig darüber aus, ob dafür einige entspannte Operations reichen oder der Modus über längere Zeit konsequent gespielt werden muss.
Genau dafür dürfte der PTS deutlich interessanter sein als jede theoretische Rechnung.
Neuer Bonuscode: 11WOWS
Neben den neuen Details zu Pacific Front gibt es aktuell noch einen kleinen Bonus für zwischendurch.
Der Code 11WOWS bringt:
- 1 Tag Warships-Premiumspielzeit
- 500 Kohle
- 1 gewöhnlichen Boni-Container
Das ist kein Grund, die Ressourcenplanung neu aufzusetzen, aber kostenlos bleibt kostenlos. Gerade der Premiumtag und die 500 Kohle nimmt man ohne große Diskussion mit.
Wie bei Bonuscodes üblich, sollte man mit dem Einlösen nicht unnötig lange warten.
Was sollte man im Test beobachten?
Wer Pacific Front auf dem PTS ausprobiert, sollte deshalb nicht nur schauen, ob die eigentlichen Gefechte Spaß machen.
Mindestens genauso interessant sind die Systeme dazwischen.
Vor allem diese Punkte dürften entscheidend werden:
- Wie schnell sammeln sich Fleet Supplies?
- Wie wertvoll sind zusätzliche Einheiten gegenüber normalen Modifikatoren?
- Wie hart wirken sich persistente Schäden über eine komplette Operation aus?
- Wie häufig bekommt man seltene Modifikatoren?
- Lohnt sich der zusätzliche Aufwand für Perfect Completion?
- Wie schnell lassen sich Progress Tokens sammeln?
- Wie viele Operations sind ungefähr nötig, um den Belohnungspfad bis zur Monaghan abzuschließen?
Erst diese Kombination entscheidet letztlich darüber, ob Pacific Front langfristig interessant bleibt oder hauptsächlich wegen der Belohnungen gespielt wird.
Das eigentliche Gefecht ist diesmal eben nur ein Teil des Modus.
Fazit
Pacific Front sieht inzwischen wesentlich interessanter aus als ein weiteres Paket klassischer Operations.
Der entscheidende Unterschied steckt weniger in einzelnen Gefechten als im Ablauf dazwischen. Einheiten behalten ihren Schaden, vollständig verlorene Schiffe fehlen für den restlichen Run und Fleet Supplies müssen zwischen Verstärkungen und Modifikatoren aufgeteilt werden.
Dazu kommen zufällige Auswahlmöglichkeiten, seltene Modifikatoren, zusätzliche Belohnungen für vollständige Operations und ein eigener Fortschrittspfad.
Mit der Monaghan als finaler Belohnung gibt es außerdem einen konkreten Grund, sich den Modus nicht nur einmal anzusehen. Der Bonuscode 11WOWS ist daneben zwar nur die kleine Beilage, aber einen Premiumtag, 500 Kohle und einen Boni-Container lässt man schließlich auch nicht freiwillig auf dem Tisch liegen.
Wie gut Pacific Front tatsächlich funktioniert, wird allerdings davon abhängen, ob Ressourcen und Fortschritt vernünftig ausbalanciert sind. Wenn jede Entscheidung etwas Gewicht hat, könnte der Modus angenehm taktisch werden. Wenn man am Ende einfach immer dieselben drei Knöpfe drückt, haben wir zumindest sehr aufwendig gelernt, drei Knöpfe zu drücken.
Quellen
- World of Warships: „Developer Diaries: Pacific Front“, veröffentlicht am 18.09.2026.
- WoWs Gamer Blog: Bonus Codes, aktualisiert am 19.09.2026.